LAG Schilcherland

Die LAG Schilcherland ist identisch mit dem Verwaltungsbezirk Deutschlandsberg und umfasst seit 1.1.2015 fünfzehn Gemeinden. Die LAG war in verschiedenen Zusammensetzungen und Gebietsabgrenzungen bereits ab der ersten österreichischen LEADER-Periode aktiv. Als eigenständige LEADER-Region wurde sie bereits in der Förder-Periode 2007 – 2013 anerkannt. Seit Juni 2015 ist die Fortsetzung der erfolgreichen Umsetzung von Leader-Projekten im Schilcherland durch die Anerkennung durch das Bundesministerium wieder gesichert.

LEADER ist eine Initiative der Europäischen Union zur Förderung innovativer Modelle und Projekte und Umsetzung von Maßnahmen, deren Schwerpunkt in der Förderung und Stärkung des ländlichen Raums liegen. LEADER wird aus dem ländlichen Entwicklungsprogramm ELER, ergänzt um nationale und Landesmittel, finanziert. Abgewickelt wird das LEADER-Programm auf steirischer Ebene durch das Regionalressort des Landes Steiermark mit dem ressortverantwortlichen Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer.

LEADER, frz.: Liaison entre actions de dévelopment de l’economie rurale
LEADER, dt.:  Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft

Projekte werden im Rahmen von Leader von aktiven, auf lokaler und regionaler Ebene tätigen Partnerschaften erarbeitet. Leader unterstützt die Akteurinnen und Akteure des ländlichen Raums dabei, Überlegungen über das Potenzial ihres Gebietes in einer längerfristigen Perspektive anzustellen und diese auch nachhaltig zu realisieren.

Die Leader-Methode:
  • Der territoriale Ansatz: Darunter versteht man gebietsbezogene lokale Entwicklungsstrategien, die für genau umrissene ländliche Gebiete bestimmt sind. Die regionalen Besonderheiten bilden die Basis für eine langfristig angelegte Entwicklungsarbeit.
  • Der partnerschaftliche Ansatz: Lokale öffentlich-private Partnerschaften (so genannte Lokale Aktionsgruppen) agieren als Plattform und Motor der Entwicklung.
  • Der Bottom-up-Ansatz: Bottom-up bedeutet, dass die Strategien und die Projekte in den Regionen entwickelt und nicht von externen Planungsstellen und Organisationen aufgesetzt werden. Zudem gewährleistet dieser Ansatz eine Entscheidungsbefugnis für die lokalen Aktionsgruppen bei der Ausarbeitung und Umsetzung lokaler Entwicklungsstrategien und -projekte. Kurz: Die Lokale Aktionsgruppe bzw. die dafür vorgesehenen Gremien einer LAG entscheiden, ob ein Projekt, das ein regionaler Akteur oder eine regionale Organisation vorschlägt, der regionalen Entwicklungsstrategie entspricht und im Rahmen von Leader umgesetzt werden soll oder nicht. Die endgültige Förderentscheidung trifft aber immer die zuständige Förderstelle.
  • Der multisektorale Ansatz: Damit ist eine sektorübergreifende Konzeption und Umsetzung der Strategie, die auf dem Zusammenwirken der AkteurInnen und Projekte aus den verschiedenen Bereichen der lokalen Wirtschaft beruht, gemeint.
  • Der innovative Ansatz: Neues versuchen – gewohnte Wege verlassen. Mit Kreativität, Phantasie und Risikobereitschaft sollen für die Region neue Ideen und Projekte aufgegriffen, entwickelt und realisiert werden.
  • Kooperation: Entwicklung und Umsetzung nationaler und transnationaler Kooperationsprojekte
  • Vernetzung: Nationale und europäische Vernetzung und Erfahrungsaustausch

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