Das Projekt Masterplan Breitband Südweststeiermark geht in die nächste Phase

Am 14. Februar 2019 fand im Schloss Seggau die Auftaktveranstaltung zur Datenerhebung für alle Gemeinden der Region statt. In der gut besuchten Veranstaltung wurden alle VertreterInnen sowie die Breitbandbeauftragten der einzelnen Gemeinden über die genaue Vorgehensweise informiert und zu einer guten Zusammenarbeit mit dem beauftragten Planungsbüro animiert. Im Zuge der laufenden Datenerhebung zeigt sich das Engagement der einzelnen Gemeinden, welche durch ihre Mitarbeit einen wesentlichen Beitrag leisten und dadurch die Qualität der darauffolgenden Masterplanung stark beeinflussen. Die Planungsphase wird mit Ende des Sommers abgeschlossen sein und im Herbst werden bereits erste Ergebnisse erwartet.

In diesem regionsübergreifenden Projekt wird in Abstimmung mit allen relevanten Stakeholdern ein Plan initiiert, um langfristig eine optimierte Breitband-Versorgung in den Gemeinden zu ermöglichen. Durch das Projekt sollen Synergiepotentiale und mögliche Lückenschlüsse im Breitbandausbau ausfindig gemacht und den Gemeinden eine Unterstützung zur Akquirierung von weiteren Breitbandförderungen geboten werden.

Zu den Hintergründen:

Das Thema der Digitalisierung und die Vernetzung sämtlicher Bereiche sind in unserer Gesellschaft und Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Dadurch wird die Versorgung durch leistungsfähiges Internet immer mehr zu einem grundlegenden Standortfaktor. Eine entsprechende Breitbandanbindung spielt somit nicht nur mehr für den Großteil der ansässigen Unternehmen und Betriebe eine wichtige Rolle, sondern zunehmend auch für den privaten Gebrauch.

Beim Anteil an Glasfaser-Internetzugang zeigt sich in Österreich, ähnlich wie in Deutschland, im Europa- sowie OECD-Vergleich allerdings Aufholbedarf. Gerade deshalb ist es für die Regionen von besonderer Bedeutung den Breitbandausbau zu forcieren.

In enger Kooperation mit dem Land Steiermark engagieren sich die drei Regionen Südweststeiermark, Südoststeiermark und der Steirische Zentralraum über das jeweilige Regionalmanagement um eine abgestimmte Ausbaustrategie. Im Rahmen des Projektes „Masterplan Breitband Südweststeiermark“ wird eine Grundlagenerhebung der aktuellen Breitbandversorgung und eine anschließende FTTH-Faserplanung erfolgen, welche von einer optimalen Versorgung aller Haushalte ausgeht. Dabei spielt insbesondere die gegebene Versorgungssituation eine wichtige Rolle, wodurch neben den Netzbetreibern auch die Gemeinden aktiv in den Masterplan miteingebunden werden. Da die Kosten bei einem Ausbau vor allem im Tiefbau anfallen, werden auch Mitverlegungsmöglichkeiten eruiert und Synergiepotentiale nicht nur Gemeinde- sondern auch regionsübergreifend ausfindig gemacht. Stark periphere Gebiete, in denen aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen eine Breitbandanbindung mittels Glasfaser keine Option darstellt werden mit alternativen Funkanbindungen beplant.

Nach Abschluss des Projektes sollen die Gemeinden notwendige Daten durch einen Überblicksnetzplan erhalten, in dem die gesamte übergeordnete Breitbandinfrastruktur und bestehende Leerverrohrungen verzeichnet sind. Diese Grobplanung soll den Gemeinden als Planungsgrundlage für den weiteren Ausbau dienen und auch als Unterstützung zur Akquirierung von weiteren Breitbandförderungen Verwendung finden.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms IWB/EFRE 2014-2020 (Investitionen in Wachstum und Beschäftigung) mit Mitteln der Europäischen Union und Mitteln des Regionalressorts des Landes Steiermark gefördert. Nähere Informationen zum Förderprogramm siehe auch https://www.efre.gv.at/. Die dafür notwendigen Eigenmittel stammen aus dem neuen Regionalbudget für die steirischen Regionen, ermöglicht durch das seit 1.1.2018 gültige Steiermärkische Landes- und Regionalentwicklungsgesetz.

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