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RegioNext – Bezirk Deutschlandsberg

 

Lage, Erreichbarkeit:
Der Bezirk Deutschlandsberg befindet sich in der Südsteiermark und ist vor allem durch die Schilcherregion bekannt.
Die weststeirische Weinstraße verläuft von Norden nach Süden durch den Bezirk entlang der Ausläufer der Koralpe. Das Steirische Randgebirge (Koralpe 2.140 m) markiert nicht nur die Bezirksgrenze im Westen sondern auch die Bundeslandgrenze zu Kärnten. Der bewaldete Kamm des Radlberges bildet im Süden des Bezirkes die Staatsgrenze zu Slowenien.

Die A2 verläuft im Norden – großteils außerhalb – des Bezirkes und hat mit den beiden Abfahrten Lieboch und Steinberg einen Anschluss über die B76 (Radlpass Straße) an das regionale Verkehrsnetz. Die B74 (Sulmtal Straße) und B69 (Südsteirische Grenzstraße) vernetzen die nord-süd verlaufende B76 mit dem Bezirk Leibnitz bzw. übergeordnet mit der außerhalb des Bezirks liegenden A9 (Pyhrn Autobahn). Ab Eibiswald verläuft die B69 westlich über den Pass Soboth nach Kärnten (Lavamünd). Der Radlpass im Süden ist eine Verbindung zu Slowenien mit vorwiegend regionaler Bedeutung. Ausgehend von Deutschlandsberg bilden die Hebalmstraße und die Weinebenstraße (Landesstraßen) einen Übergang ins Kärntner Lavanttal. Der Bezirk Deutschlandsberg wird von der privaten Graz-Köflachbahn versorgt, die von Graz über Deutschlandsberg und Wies nach Eibiswald führt.


Demographische Entwicklung:
Für das Volkszählungsjahr 2001 wurden für den Bezirk Deutschlandsberg 61.498 Personen ausgewiesen, was 5,2% der gesamten Wohnbevölkerung der Steiermark entspricht. Die Wohnbevölkerung ist in den Jahren 1991 – 2001 entgegen dem gesamtsteirischen Trend um 1,5% gestiegen im gesamtösterreichischen Vergleich liegt Deutschlandsberg aber 3% unter dem Vergleichswert.
Die Bevölkerungsdichte (EW/km²) liegt zwischen 4 in der Gemeinde Osterwitz und 619 in Eibiswald.  Von Bevölkerungsrückgängen betroffen waren in erster Linie periphere Gemeinden im Westen (Koralpe), Südwesten und Süden des Bezirkes wie bspw. Osterwitz, Freiland bei Deutschlandsberg, Wielfresen, Soboth und Aibl.
Dem österreichischen Trend folgend wird sich auch in den nächsten Jahren die Altersstruktur von den jüngeren Altersgruppen zu den älteren Altersgruppen verschieben.

 
Wirtschaftsstruktur und Arbeitsmarkt:
Für die Region West- und Südsteiermark wird ein Bruttoregionalprodukt pro EinwohnerIn von 65% des österreichischen Wertes ausgewiesen. Die Region gehört damit zu den wirtschaftsschwächeren österreichischen Regionen. Allerdings ist seit Mitte der 1990er Jahre ein positiver Trend zu beobachten. Für das BRP in der Region wird ein Anstieg von 45% seit 1995 ausgewiesen.
Im Jahr 2001 wurden  für den Bezirk Deutschlandsberg 22.708 Arbeitsplätze ausgewiesen, davon 43,3 % Frauenarbeitsplätze. Dies entsprach ausgehend vom Jahr 1991 einem Anstieg um 14,8 %. 

Der Bezirk Deutschlandsberg ist noch vergleichsweise stark landwirtschaftlich geprägt, die topografischen und klimatischen Verhältnisse sowie die Bodenbeschaffenheit bieten im Weststeirischen Hügelland sehr günstige Voraussetzungen für den Anbau von Spezialkulturen (Wein-und Obstbau, Schilcher).
Dem Bereich Industrie und Gewerbe kommt überdurchschnittliche Bedeutung zu, anders als in den meisten anderen steirischen Bezirken (Ausnahmen sind Graz-Umgebung und Weiz) konnte die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Sektor zwischen 1991 und 2001 ausgeweitet werden.
 In den 1990er Jahren hat sich der Anteil der Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft von rd. 17% auf 9% reduziert. Der Anteil der Industrie- und Gewerbearbeitsplätze ist in Deutschlandsberg als einzigen steirischen Bezirk mit 42% stabil geblieben.
Demgegenüber steht eine Ausweitung des Anteils der Dienstleistungsarbeitsplätze von 41% auf rd. 49% und damit auf einen Wert, der deutlich unter dem Landes- und dem Österreichschnitt liegt.


Bildung und Bildungsinfrastruktur:
Der allgemeine Trend zu höherer Bildung lässt sich auch im Bezirk Deutschlandsberg erkennen. Das Bildungsniveau ist insgesamt unterdurchschnittlich, jedoch steigt die Zahl der Personen mit Hochschulabschluss bzw. Matura. Auch wenn dieser Trend in nahezu allen Gemeinden zu beoachten ist, herrscht in den Arbeitszentren ein höheres Bildungsniveau vor, während in den landwirtschaftlichen bzw. industriell geprägten Gemeinden meist die Personen mit Fachschul- bzw. Lehrabschluss überdurchschnittlich hoch ist.

Bildungsinfrastruktur:
Im Bezirk Deutschlandsberg gibt es im Bereich der Pflichtschulen:

  • 33 Volksschulen
  • 9 Hauptschulen (zwei in Deutschlandsberg, je eine in Eibiswald, Groß Sankt Florian, Preding, Sankt Stefan ob Stainz, Schwanberg, Stainz und Wies)
  • drei Polytechnische Schulen (Deutschlandsberg, Stainz und Wies)

im Bereich der weiterführenden Schulen mit Matura:

  • ein BORG (Deutschlandsberg)
  • eine HAK (Deutschlandsberg)
  • eine HBLA (Deutschlandsberg)
  • eine HTL BULME (Abteilung Deutschlandsberg)

Für jene Gemeinden mit günstigen Erreichbarkeitsbedingungen des Grazer Zentralraums (insbesondere im ÖV) ist der Zugang zu einem breiteren Bildungsangebot an weiterführenden Schulen, Akademien, Fachhochschulen und der Universität ermöglicht.


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